Was ist der Utilities Product Integration Layer (UPIL)?
UPIL ist der Standard zur Integration versorgungswirtschaftlicher Produkte innerhalb von SAP S/4HANA Utilities. Ziel ist es, Produktlogik und Abrechnungslogik miteinander zu verbinden und den Idea-to-Product- und Lead-to-Contract-Prozess effizient abzubilden.
Ein zentraler Bestandteil von UPIL ist das Mapping von Produktattributen auf Operanden und weitere kaufmännische Stammdaten. Dadurch können unter anderem Preise, Rabatte oder Termindaten automatisiert in die für die Abrechnung relevanten Strukturen von SAP S/4HANA Utilities überführt werden.
Das zugrundeliegende Framework bietet verschiedene Funktionalitäten und Objekte:
- Referenzprodukte als wiederverwendbare Grundlage für die Definition von Versorgungsprodukten
- Vertriebsprodukte als Produkte, die dem Kunden angeboten werden
- Mapping von Produktmerkmalen auf Abrechnungsstammdaten
- API zur Integration externer CRM- und Vertriebssysteme
- Vertriebsvertragsmanagement zur Verwaltung der Produkt- und Kundendaten
Das Ziel: Die Produkterstellung soll nicht für jeden Anwendungsfall vollständig neu in der Abrechnung umgesetzt werden. Stattdessen werden Produktmerkmale strukturiert erfasst und über definierte Zuordnungen in die Abrechnungssachverhalte im S/4HANA Utilities integriert.
Welche Vorteile bietet UPIL für das Produktmanagement?
Für Produktmanager ist insbesondere die Trennung zwischen der Produktdefinition und technischer Abrechnungslogik relevant.
UPIL fußt dabei auf drei zentralen Prinzipien:
1. Wiederverwendbarkeit
Referenzprodukte dienen als wiederverwendbare Vorlage für Vertriebsprodukte. Dadurch können gemeinsame Eigenschaften und Zuordnungen zentral definiert und für mehrere Produkte genutzt werden.
Das reduziert redundante Definitionen und schafft eine konsistente Grundlage für die Produktpflege.
2. Abstraktion
Produktmanager können Produkte und Produktmerkmale über definierte Prozesse pflegen, ohne jede einzelne Zuordnung zur Abrechnung manuell aufzubauen.
Über die Schnittstellen lassen sich neben den Standardapplikationen auch externe Systeme integrieren. Die Abstraktion innerhalb der Produktanlage entkoppelt den Vertriebsprozess von Entwicklungsaufwänden und verlagert diese in die Fachbereiche zu den Produktmanagern.
3. Standardisierte Integration
UPIL ermöglicht eine strukturierte Referenzierung zwischen den Attributen eines Versorgungsproduktes und den entsprechenden Abrechnungsstammdaten in SAP S/4HANA Utilities.
Produktmerkmale werden mit den Abrechnungssachverhalten verknüpft. Dadurch entstehen konsistente Prozesse und verlässliche Produktzuweisungen. Das Ergebnis ist eine Produktlandschaft, die einfacher wartbar ist und gleichzeitig eine schnellere Time-to-Market neuer Produkte ermöglicht.
Referenzprodukte als Fundament der Produktwelt
Ein zentrales Objekt von UPIL sind die Referenzprodukte. Sie bilden den technischen Bauplan für eine gesamte Produktgruppe und definieren alle zulässigen Abrechnungsvorschriften.
Auf Basis dieser Referenzprodukte entstehen anschließend die eigentlichen Vertriebsprodukte, die den Endkunden angeboten werden. Da sämtliche Abrechnungslogiken bereits im Referenzprodukt hinterlegt sind, müssen diese nicht für jedes einzelne Vertriebsprodukt erneut definiert werden.
Dieser Ansatz sorgt für eine konsistente Produktstruktur über alle Vertriebsprodukte hinweg. Erweiterungen der Referenzprodukte ermöglichen zudem eine einfache Funktionsanpassung und -erweiterung über eine Vielzahl von Produkten.
Der Prozess lässt sich vereinfacht folgendermaßen darstellen:
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